Hund und Fahrrad – zwei schöne Hobbys miteinander vereinen

veröffentlicht am 1. Oktober 2015 in Allgemein, Ratgeber von

Fahrradtour mit dem HundAls Hundebesitzer und begeisterter Fahrradfahrer ist es natürlich am schönsten, wenn Du Deine zwei liebsten Hobbys miteinander vereinen kann. Fährst Du mit Deinem Hund Fahrrad, so hält euch das beide fit. Egal ob im Wald, in der Stadt oder im freien Gelände – losradeln und den Kopf frei bekommen tut einfach gut.

Wenn dann noch Dein vierbeiniger Freund mit am Start ist werden solche Erlebnisse besonders schön und prägen vor allem auch das Band zwischen Dir und Deinem Hund. Natürlich wäre es am schönsten, wenn man sich einfach aufs Rad setzen könnte und nach Herzenslust losfahren könnte. Doch wenn Du mit Deinem Hund unterwegs bist, solltest Du einige Dinge beachten und mitnehmen, um den Ausflug für euch beide zu einer tollen Outdoor Aktivität zu machen.

Chekliste für den Ausflug mit Hund und Rad

  • Dein Hund sollte mindestens 12 Monate alt sein und muss zunächst langsam an das Fahren mit dem Fahrrad gewöhnt werden
  • Du benötigst einen gut sitzenden Brustgurt für Deinen Hund ( kein Halsband!)
  • eventuell einen Springer mitnehmen ( Stange um den Hund auf Abstand vom Fahrrad zu halten)
  • eine ausreichende Menge Wasser für Dich und Deinen Hund
  • Beutel für das „Häufchen“ unterwegs einpacken
  • Leckerlis für die Bestärkung der Trainingskommandos mitnehmen
  • nicht bei hohen Temperaturen radeln, im Sommer am besten frühmorgens oder spätabends losfahren
  • genügend Pausen einlegen
  • Stadtverkehr und Abgase am besten vermeiden und den Hund hier auf der rechten Seite des Fahrrads führen
  • den Hund stets anleinen, es sei denn ihr befindet euch im unüberschaubaren Gelände, dann den Hund lieber frei laufen lassen

Diese Dinge solltest Du auf jeden Fall beachten, damit der Ausflug sowohl für Dich als auch für Deinen Hund zu einem tollen Erlebnis wird. Ob Du Deinen Hund an der Leine führst oder in einem Anhänger oder Körbchen mitnimmst, bleibt Dir und dem Temperament Deines Hundes überlassen.

Die Fahrradleine

Entschließt Du Dich auf die klassische Hundeleine zurückzugreifen, so solltest Du Dir eine spezielle Leine fürs Fahrrad zulegen. Wichtig ist zunächst, dass Dein Hund ein Brustgeschirr trägt, welches gut sitzt und nicht scheuert. Keinesfalls solltest Du aber die Leine an einem Halsband befestigen, da hier die Verletzungsgefahr für Deinen Hund einfach zu groß ist. Sogenannte Rückdämpfer an Fahrradleinen verhindern ruckartige Stöße, wenn Dein Hund während der Radtour ausgelassen springt oder plötzlich anläuft.

Du kannst außerdem wählen zwischen der Möglichkeit die Leine direkt am Fahrrad zu befestigen oder ob Du sie Dir quasi als Brustgurt umhängen möchtest. Achte bei der Wahl der Leine und der Befestigungsmöglichkeiten nicht nur auf Deine Vorlieben, sondern vor allem auch auf die Vorlieben und Eigenheiten Deines Hundes und gewöhne ihn im Zweifelsfall lieber etwas länger an Leine und Fahrrad. Möchtest Du die Leine am Fahrrad befestigen, so kommt eventuell auch ein Leinenhalter am Hinterrad in Frage.

Auch dieser Leinenhalter verfügt über eine Rückfederung und sorgt dafür, dass Du Dein Fahrrad unter Kontrolle hast, sollte Dein Hund zur wilderen Sorte gehören.

Hundeanhänger fürs Fahrrad

Die komfortabelste Lösung für Deinen Hund ist ein Fahrradanhänger für Hunde. Hier sitzt Dein Vierbeiner bequem, sieht genug und ist vor Regen und Wind geschützt. Ein solcher Anhänger wird am hinteren Rad befestigt und verfügt für gewöhnlich über Luftreifen, die für eine gute Federung sorgen, damit Dein Hund nicht zu sehr durchgeschüttelt wird. Für den Stadtverkehr ist ein Hundeanhänger natürlich optimal, vor allem wenn es darum geht nur von A nach B zu kommen und das Training keine vordergründige Rolle spielt. Aber ebenso wie beim Hundekorb, solltest du nicht zu oft auf den Anhänger zurückgreifen und Deinen Hund zu sehr verwöhnen. Dein Hund braucht auch den Auslauf im freien Gelände.

Der praktische Hundefahrradkorb

Kleine Hunde mit wenig Ausdauer oder auch Dein Welpe, der Schritt für Schritt ans Fahrradfahren herangeführt werden soll, begleiten Dich am besten in einem Körbchen am Fahhrad. Du kannst es entweder auf dem Gepäckträger anbringen oder vorn an der Lenkstange, je nach dem ob Du Deinen Hund im Blick haben möchtest oder musst, oder ob er auch problemlos die Fahrradtour ohne ständige Aufsicht genießt. Körbe gibt es sowohl aus waschbarem Textilstoff oder aus einem Rattan/Holzgeflecht.

Praktischerweise kannst Du Dich auch für ein extra Gitter entscheiden, mit dem der Korb geschlossen wird, um ein Herausfallen Deines Hundes zu verhindern. Dein Hund ist in so einem Körbchen zwar sicher, jedoch hat er auch keinen Auslauf und tut nichts für seine Fitness. Wenn dein Hund groß genug ist, solltest Du ihn lieber neben Deinem Fahrrad laufen lassen. Wenn Du dich über Hundefahrradkörbe informieren möchtest, kann ich Dir diese Seite empfehlen: hundefahrradkorb.org

Fazit

Bevor Du Dich für die passende Möglichkeit entscheidest, um Deinen treuen Begleiter mit auf die Fahrradtour zu nehmen, musst Du sowohl die Kondition Deines Hundes bedenken, als auch die Anforderungen, die Gelände oder Straße an die Transportvariante stellen werden. Im Strassenverkehr ist Dein Hund sicher in einem Körbchen oder Anhänger aufgehoben, während er im Wald oder im Gelände an einer Leine laufen kann und so seinem Bewegungsdrang nachgehen kann. Sicherheit ist in jedem Fall das oberste Gebot und Du musst sowohl Dein Fahrrad als auch Deinen Hund im Extremfall unter Kontrolle halten können. Solltest Du Deinen Hund Hund an der Leine führen wollen findest Du hier einen sehr guten Ratgeber: http://www.fahrrad.de/info/fahrradfahren-mit-hund/ 


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