Ist ein Brustgeschirr das bessere Halsband?

Für viele Hundebesitzer stellt sich die Frage, welches Haltemittel sich am besten  für ihren Vierbeiner eignet: Das herkömmliche Band, das nur am Hals des Tieres befestigt wird oder das Hundegeschirr, das im Brustbereich angelegt wird.

Entscheidend ist der gesundheitliche Aspekt. Das Brustgeschirr zeigt seine Stärke in der Entlastung der Halsmuskulatur und Halswirbel. Im Gegensatz zum klassischen Hundehalsband wird hier beim ruckartigen Festhalten des Tieres der Druck auf den Brustkorb und nicht auf den empfindlichen Halsbereich ausgeübt.

Studien haben ergeben, dass Verspannungen der Halswirbelsäule bei Hunden zu identischen Symptomen wie bei Menschen führen können (Schmerzen in der Wirbelsäule, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen). Auch für größere Hunde mit langen Wirbelsäule oder Hunde die bereits an Gelenk- bzw. Wirbelerkrankungen leiden, empfiehlt sich das Hundegeschirr daher als Alternative zum Halsband.

Sicheres Entfernen aus Gefahrenzonen

Einer von vielen Vorteilen des Brustgeschirrs der die Entscheidung beeinflusst, ist die Sicherheit beim Ausführen des Hundes.

Oft lauern beim Gassi-Führen des Hundes unerwartete Gefahren für Tier und Herrchen. So kann es vorkommen, dass der Hund plötzlich in einen ungesehenen Gully bzw. Schacht fällt oder in tiefes Wasser läuft. Hier hilft das Brustgeschirr beim schnellen herausholen des „Besten Freundes“ aus der Gefahrenzone, ohne dabei selbst eine Gefahr für ihn darzustellen. Denn im Gegensatz zum Halsband wird auch hier die Belastung beim Ziehen auf den Brustbereich ausgeübt und somit der Hund nicht gewürgt.

Auch werden Verletzungen an der Hand des Hundeführers durch Festhalten am Halsband vermieden.

Brustgeschirr Empfehlung

 

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Stand der Daten: 22. August 2017 13:37
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Halsband senkt Empfindsamkeit des Hundes

 

Nun ist der Halsbereich bei Hunden (ähnlich wie bei Menschen) ein sehr intimer und auch sozialer Körperteil. Über ihn findet bei Hunden ein Großteil der Kommunikation statt:

 

  • Oberseite des Halses wird gezeigt: Zeichen der Dominanz
  • Unterseite des Halses wird gezeigt: Zeichen der Unterwerfung
  • Seitenbereiche werden gezeigt: Zeichen von Vertrauen

 

Das Berühren des Halses ist somit etwas sehr inniges  und wird nicht jedem gestattet.

Durch den ständigen leichten Druck beim Tragen eines Halsbandes wird diese Berührungsempfindlichkeit beim Hund langsam gedämpft, er gewöhnt sich sozusagen an eine dauerhafte Berührung.

Bei Verwendung eines Brustgeschirrs ist der Halsbereich von diesem dauerhaften Kontakt befreit. Das kann dazu führen, dass das Tier äußerst aggressiv auf plötzliches Berühren (besonders von fremden Menschen oder anderen Tieren) dieses Bereichs reagiert. Erhebliche Bissverletzungen können die Folge sein.

Material sollte keine Last sein

Zuletzt ist die Auswahl des Materials ein wichtiges Kriterium. Das Haltemittel sollte dem Hund beim Tragen keine Unannehmlichkeiten wie einschneiden, kratzen bereiten. Leder erfüllt diese Anforderungen oftmals nicht und ist daher eher ungeeignet.

Entscheidet man sich für ein Brustgeschirr, sollte man darauf achten, dass es der Größe des Hundes entspricht, sodass es nicht zu locker am Körper sitzt. Natürlich sollte es dem Vierbeiner aber auch nicht die Luft abschneiden.

Da das Geschirr im Einsatz vielen Belastungen ausgesetzt sein wird, sollte das Material und vordergrundig die Verschlüsse, sehr belastbar sein. Außerdem sollte es problemlos waschbar sein. Auch hier sollte man nicht an der falschen Stelle sparen. Im Verhältnis zu dem was für Hundespielzeug über die Jahre ausgegeben wird, kommt sie ein Brustgeschirr günstig.

Ausgaben für Hundeaccessoires

Fazit:

Das Brustgeschirr hat seine Stärken ganz klar in der höheren Verkehrssicherheit beim Ausführen des Hundes und im Schonen der Halsmuskulatur und – Wirbel. Das herkömmliche Halsband hingegen gewöhnt den Hund an eine dauerhafte Berührung des Halses und lässt ihn so weniger empfindlich auf Anfassen reagieren.